Liebe Gemeinde, der liebliche Klang von tropfenden Wasser ließ uns lange schlafen. Wir haben uns kurz angesehen und blieben wortlos liegen. Der Lärm ließ nicht nach und ab 10:00 Uhr haben wir uns zum bereiten eines opulenten Frühstücksbuffets im Vorzelt zusammengefunden. Kaffee, Brot, Belag. Köstlich.

Petrus erleichterte sich und uns damit die Entscheidung über den weiteren Tagesablauf. So läuteten wir um 10:30 Uhr zum zweiten Frühstück ein. Bestehend aus Rotwein und Nüsschen. Es galt schließlich den Tag des Herren zu zelebrieren. Währenddessen sammelten wir frisches Nass für die Zubereitung des dritten Frühstücks in Form von Nudeln.

Warum der Tag nicht nahtlos in einen Abend überging ist nach wie vor unklar. Es hätte so schön sein können, isses aber nicht…

Bei nachlassender Petrusausscheidung wagten wir ein Blick. Und siehe da, der Möglichkeiten waren viele. Es entspann sich ein Gespräch mit Ronald, dem Angler über Gott und die Welt. Ein sehr angenehmes Gespräch mit Tuchfühlung am Zahn der Zeit.

14:30 Uhr gaben wir dem Scharren der Wanderschuhe nach und bewegten uns nach vorn geduckt unter den tief hängenden Wolken Richtung Cottbus.

Für die Agrargenossenschaften der umliegenden Gemarkungen war dieses Wetter ein froher Zugewinn, für uns eher so lala. Am Stadtrand von Cottbus wurden die Schleußen abermals komplett geöffnet und damit unsere Erinnerung an die Pflege alter Freundschaften aktiviert. Cottbus da war doch wer… Bei Oberförster Arne meldeten wir uns fernmündlich an. Nach zuschlägigen Bescheid bogen wir schnur stracks Richtung ab. Ein herzlicher Abend in familierer Runde war der Ausklang für diesen ereignisslosen Tag. Nach nur 18 Tageskilometern schließen wir heute bei Tourkilometer 83.

6 Kommentare

  1. David

    Das Leben kann manchmal so einfach und schön sein.

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  2. Stefan Tappert

    LAuft, lauft Bürschlein – die Schönheit des Potsdamer Umland wartet

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  3. Diana

    Herrlich, wie immer! Wer von Euch schreibt diese köstlichen Artikel?
    Viel Spaß noch!

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    1. Plamen (Beitrag Autor)

      Das ist natürlich eine Gemeinschaftsproduktion. Eigentlich würden wir die noch gern zum QM-Lesen schicken, aber dazu fehlt immer die Zeit. Grüße nach Erfurt und bis die Tage.

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  4. Micha

    Kuno, Dein Blick… Ich hätte an so einem Tag weiter getrunken. Respekt!

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    1. Plamen (Beitrag Autor)

      Danke Mischa, wir haben auch weitergetrunken, sind aber auch ein paar Kilometer gelaufen. Für uns ist das schon krasse Therapie mal einen halben Tag im Zelt zu sitzen. noch vor einem Jahr hätten wir trotzdem weitergemacht. also habe Vertrauen in ein paar Jahren können wir auch ganz Tage im Zelt verbringen. Grüße Kuno

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