Tag 10 Lisberg – Volkach

Die Nacht unter Marias Obhut war geprägt von bockigen Rehböcken, welche Prellbock spielten. Bellend zog der Sieger von Dannen. Sonntags ist auch der Bäcker noch zu, so dass wir Morgenluft witterten, als ein Landsmann mit PIR sein Bierrähmschen zur Brauerei brachte. Wir dachten er holt sich das Wechsel. Sabbernd stürzten wir ihm hinterher. Leider verbrachte er nur das leere Gebinde. Sein Hinweis, dass man auf Vorbestellung hier auch Mittag bekommt, nahmen wir zum Anlass einige mögliche Kneipen abzufragen, ob diese Option auch möglich ist. Leider war der Bescheid abschlägig.

Frühstückspause am Straßenrand.

Die Durchschreitung des Steigerwaldes lag vor uns und entpuppte sich als miese Tortour. Steinerne Kreuze zeugen von missglückten Durchschreitungen.

Keine 30 min später begann für uns plötzlich der Urlaub. Es öffnete sich der Wald und vor uns lag die fränkische Weinregion. Leider hatte in Handthal die gesamte Gastro noch mit der Umsetzung ihrer Hygieniekonzepte und deren Genehmigung zu tun. Also, alles noch zu. Wir saßen so lange beim Weingut vor der Tür, bis er uns erhörte. Zwei Liter köstlichen Rebenweins durften wir dann unser Eigen nennen.

Durch unsere Neugier nach dem Geschmack des Erworbenen, verlief der Rest des Tages in kurzen Etappen.

Nichts desto trotz musste Volkach noch erreicht werden, denn unsere Reserven waren vollständig aufgebraucht. Das erste Haus der Stadt war das Gut von Winzer Schwane. Der hatte gerade Betriebsfeier, pfiff auf jegliche Einschränkungen unserer Grundrechte und nötigte uns mit Händedruck auf das Grundstück. Einer herzlichen Umarmung konnten wir durch unsere olfaktorische Ausstrahlung gerade noch verhindern auch wenn sich Katrin aus Hildburghausen nur schwer davon abhalten ließ. Mit zwei weiteren Flaschen Silvaner (die anderen waren schließlich längst lehr) verließen wir Winzer Schwane der uns bei seinem nächsten Besuch in Dresden auf jeden Fall anruft. Auf die Rückfrage ob er unsere Nummern hat, antwortete er: Nein, aber da ruf ich nochmal an! Wir beließen es dabei. Seinem Hinweis auf eine italienische Feldküche folgend, durchsuchten wir die Streukotzesiedlung und fanden den Azzuri im Gebäude einer Tankstelle. Die Pizza war gut wir genossen sie standesgemäß auf der nächsten Bank einer Bushaltestelle.

Volkach hat eine herrliche Altstadt, welche umgeben ist von Wein, Wein, Wein.

Am Main nahmen wir Quartier auf einer Wiese direkt am Fluß. Wir genossen die Möglichkeiten der Wäsche im selbigen. 45 Tageskilometer wurden erbracht, Gesamtkilometer war bei 433.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.