Blick vom Skierffe auf das Rapadalen und den Sarek-Nationalpark

Das Rapadalen ist eines der schönsten und gleichzeitig anstrengendsten Täler im Sarek-Nationalpark. Der Charakter des Tales wird stark durch den Ráhpaädno (so lautet die samische Bezeichnung des Flusses) geprägt. Weitere Namen für den Fluss sind Rapaätno bzw. Rapaälven. Bei Aktse mündet der Ráhpaädno in einem Flussdelta – dem sogenannten Rapadelta – in den See Laitaure. Das Rapadelta gilt als das Tor zum Sarek. Wanderer, die auf dem Fernwanderweg Kungsleden unterwegs sind, lassen es sich meist nicht nehmen, diesen Ort zu besuchen. Von Aktse aus gesehen, wird die Szenerie von drei markanten Bergen eingerahmt.

Am beeindruckendsten ist der 1179 Meter hohe Skierffe mit seiner steilen Abbruchkante. Auf der Südseite fällt der Berg ca. 350 Meter senkrecht ab. Unterhalb davon fällt ein Steilhang noch einmal etwa 350 Meter tief zum Delta hin ab. Der Skierffe ist ein beliebtes Ziel für Tagesausflüge von Aktse aus. Vom Gipfel hat man einen hervorragenden Blick über den Laitaure und das Rapadalen. Auf der gegenüberliegenden Seite des Rapadalen liegt der Berg Tjåkkeli. Dazwischen befindet sich der Nammásj.

Die Vegetation im Rapadalen besteht in erster Linie aus Fjällbirken und dichtem Weidengestrüpp. Dazwischen findet man viele verschiedene Kräuter, teilweise auch Blaubeeren und Moltebeeren. Wanderer, die sich auf ihrer Trekkingtour in das Rapadalen hinein wagen, bekommen fast unberührte Natur zu Gesicht. Die Südseite des Rapadalen gilt als extreme Herausforderung, ein Vorwärtskommen ist hier nur sehr schwer möglich. Auf der Nordseite des Tales gibt es zumindest teilweise Pfade, denen man folgen kann. Allerdings verliert man diese leicht im Dickicht. Abseits der Pfade zu wandern, ist zeitaufwändig und sehr kraftraubend.

Folgt man dem Ráhpaädno flussaufwärts, gelangt man zu einem weiteren Delta, dem Rapaselet. Das Rapaselet war einst ein See, der im Lauf der Zeit mit Gletscherschlamm zugesetzt wurde. Auch dieses Delta wird von beeindruckenden Felsmassiven eingerahmt. Südlich befindet sich das Bielloriehppe-Massiv, auf der anderen Seite liegen Låddebákte und Stuor Skoarkki.

Der Ráhpaädno entsteht bei Skárjá im Zentrum des Sarek-Nationalparks im Schnittpunkt mehrerer Täler durch den Zusammenfluss seiner Quellflüsse Smájllajåkkå, Mikkájåkkå, Guohperjåkkå und Áhkáåkkå.

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