• 5:20 Uhr eröffneten wir den Tag. Aus Mangel an Frühstückseiern starteten wir nüchtern.
  • Der Weg führte geradewegs zur Elbe und dann die Elbe entlang nach Arneburg. Gegen 7:00 Uhr schlugen wir beim Bäcker Müller an.
  • Das Frühstück war ein Hohelied auf das Bäckerhandwerk. Zucker, Hefe und Kaffeefiltrat wanderten in den Schlund. Arneburg ist ein trefflich Städtchen auf einem Sporn hoch über dem Strom gelegen und über 1000 Jahre alt.
  • Wir querten die Elbe mit einer Gierseilfähre und tauschten mit dem Fährmann technische Einzelheiten zu unseren jeweiligen Gefährten aus.

    Auf dem Elbdamm entlangschreibend ignorierten wir die zahlreich aufgestellten Ver- und Gebotsschilder, welche jegliche Benutzung untersagten, das Betreten und Befahren jedoch erlaubten. Welch Wunder der deutschen Bürokratie. Wir sind uns nach wie vor unschlüssig, ob das Benutzen der Dammanlage wenigstens für den Hochwasserschutz gestattet ist. In Sandau konnten wir eine Brotzeit mit gekühlten Getränk und Milchprodukten zu uns nehmen, so wie die örtliche Zelttrocknungseinheit benutzen. Auch ein Mittagsschlaf war drin.

    Auf einem lieblichen Weg mit Alleecharakter strebten wir nach Havelberg. Auf dem Tagesplan stand Ganzkörperhygenie in Havelwasser

    und kultureller Austausch mit Schülern aus Dresdens Partnerstadt. Das Schülerprojekte, 5 €/Tag (Essen, Schlafen, Reisen) von Hamburg nach Berlin per Rad unterstützen wir gern mit dreimal Leergut a 25 Cent (wir verdammten Gutmenschen). Bestandteil einer Hansestadt hat zu sein:

    • Bierausschank
    • Rathaus
    • Dom
    • Öffentlicher Handelsplatz
  • Wir überprüften inwieweit Havelberg den Titel „Hansestadt“ weiter tragen darf. Überprüfung erfolgreich bestanden, Proviant gebunkert, Kurtaxe geprellt.
  • Es folgten 15 km durch einen Kiefernwald. Nu ja, auch diese Strecken gehören bewältigt. Der Wald lichtet sich, die ein oder andere Behausung gewahrnehmend stoppten wir unmittelbar am „URFA GRILL“ in Breddin.
  • Eine brandenburgische Spezialität.
  • Dem Scrobut vorbeugend sind wir nun bei Tageskilometer 47 frohen Mutes noch den ein oder anderen Dezikilometer hinter uns zu bringen. Das Wetter war wie von uns gebucht. Mehr nach Erreichen der Schlafstätte…
  • **************
  • ROADKILL NO. 1: Eine plötzliche Kollision mit einem Pionierpanzer „Dachs“ kurz hinter Breddin war ein Erfolg für uns Pazifisten. In der derzeit bei der Bundeswehr verwendeten Grundausführung ohne Panzerung mit Bio-Siegel (Made by nature), ist die Wehrhaftigkeit eher fraglich.
  • Aus Sicherheitsgründen und gemäß dem Nato-Doppelbeschluß nahmen wir den Zündschlüssel pflichtbewusst an uns und schickten ihn an die Flinten-Ursl. Mit dem Lied „kleine weiße Friedenstaube“ auf den Lippen verließen wir den Ort des Geschehens.
  • Eine Wald,- Wiesenkombination versüßte uns fortan den Weg Richtung Tageskilometer 60. Was sollen wir sagen, wir hatten Blut geleckt (Dachsblut). Der Tag noch zu jung an Stunden um schon die Zeltstatt aufzuschlagen ließen wir den Tageskilometerstein 50 unbeachtet links liegen. Das ambitionierte und spinnerte Ziel die 60 zu knacken war so greifbar wie die Schmerzen in den Füßen real. Gewünscht, gesagt, getan. Zeltstelle 500 m vor Kyritz gefunden. Wir teilten uns einen Whirlpool im Spa-Bereich unter der alten Eiche (eine Flasche Whirlpool-Sprudel).

    60.0 km GESCHAFFT

    Schlaft gut!

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